Die Kinderrechtskonvention

Am 20. November 1989 wurde das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (KRK) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Es trat am 2. September 1990, einen Monat nach der zwanzigsten Ratifikation, in Kraft. Inzwischen haben 196 Vertragsstaaten die Konvention ratifiziert.

Die UN-Kinderrechtskonvention formuliert erstmals verbindliche Rechte für Kinder. Unter Kindern versteht die Konvention alle Menschen bis zum 18. Altersjahr. Die Konvention anerkennt Kinder als Trägerinnen und Träger eigener Rechte und trägt ihrem Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung Rechnung. Die Konvention beinhaltet Rechte auf Förderung, auf Schutz und formuliert als erstes Menschenrechtsinstrument überhaupt Beteiligungsrechte für Kinder.  

Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die in der Konvention festgelegten Rechte zu achten und sie allen Kindern, die im Vertragsstaat leben, ohne jede Diskriminierung zu garantieren. Sie sind verpflichtet, alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Massnahmen zur Verwirklichung der Kinderrechte zu treffen. Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig berücksichtigt werden muss. 

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (KRK) betrifft 3 Bereiche:

  • Recht auf Schutz
  • Recht auf Förderung
  • Recht auf Mitwirkung

Vier einzelne Rechte haben besondere Bedeutung:

  • Das Diskriminierungsverbot (Artikel 2)
  • Der Vorrang des Kindeswohls (Artikel 3)
  • Das Recht auf Leben, Überleben und persönliche Entwicklung (Artikel 6) 
  • Das Recht auf Mitwirkung (Artikel 12)

Drei Fakultativprotokolle ergänzen die KRK

  • Das Fakultativprotokoll betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten
  • Das Fakultativprotokoll betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie
  • Das Fakultativprotokoll betreffend ein Mitteilungsverfahren

Dokumentation zur Kinderrechtskonvention von Humanrights.ch

Stand der Ratifikationen

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